Das Schulzentrum Leezen als Ausbildungsschule

für angehende Lehrerinnen und Lehrer

 

- Ausbildungskonzept -

 

1. Allgemeines 

Schule lebt von Erfahrungen und Ideen der Lehrkräfte. Lehrkräfte in Vorbereitung (LiV) bringen neue Ideen mit. Ihnen Mut zu machen und sie dabei zu unterstützen, diese Ideen umzusetzen, ist ein Kriterium, das zu einer erfolgreichen Ausbildung am Schulzentrum Leezen führen soll.

Seit vielen Jahren werden in Leezen junge Lehrerinnen und Lehrer ausgebildet. Mit der veränderten Ausbildungsstruktur durch das IQSH und dem Inkrafttreten neuer Prüfungsordnungen hat sich die praktische Ausbildung der angehenden Lehrerinnen und Lehrer noch stärker in die Schule verlagert.

Das Schulzentrum Leezen sieht die Arbeit mit LiV als Bereicherung für das Schulleben und die Weiterentwicklung der Schule an und setzt sich verantwortlich für eine qualifizierte Ausbildung ein.

Ziel ist es, den Ausbildungsprozess der LiV kontinuierlich zu begleiten, zu unterstützen und die erforderlichen personellen, sächlichen und organisatorischen Voraussetzungen zu schaffen.

Die LiV sind in das Kollegium gleichberechtigt eingebunden und wirken in allen Aufgabenfeldern der Schule mit. Die Leitsätze (das Schulprogramm) der Schule gelten auch für die LiV als verbindlich. Ideen und Initiativen der LiV zur Gestaltung und Weiterentwicklung des Schulzentrums Leezen werden begrüßt und gefördert.

 

 

2. Ausbildungssituation im Schuljahr 2009/2010 

Im Schuljahr 2009/2010 sind drei Lehrkräfte in Vorbereitung am Schulzentrum Leezen tätig. Die folgende Tabelle bietet eine Übersicht über ihren derzeitigen Einsatz:

 

Name der Lehrkraft in Ausbildung Beginn der Ausbildung an der Schule Ausbildungsfächer derzeitiger Einsatzbereich zuständige Ausbildungslehrkraft
Frau Höfer August 2009

Deutsch

HSU

Klasse 7,

Klasse 3, 1/2

Frau Lindau

Frau Pustan

Frau Kirch August 2009

Deutsch           Textiles Werken

Klasse 3

Klasse 5

Frau Warneke

Frau Malonn

Frau Schütt August 2009

Deutsch                  Ev.  Religion

Klasse 5

Klasse 2, 3, 5

Frau Serafim-Kuhn

Frau Warnecke

 

3. Rahmenbedingungen der Ausbildung

- Der Einsatz der LiV erfolgt nach Möglichkeit in der Grundschule   und in der Sekundarstufe I.

 

- Die Hospitations- und Besprechungsstunden werden fest im Stundenplan gesteckt. Diese Stunden werden nicht für den Vertretungsunterricht herangezogen.

 

4. Schulinternes Hospitationsnetzwerk

- An unserer Schule sollen die LiV einen Unterrichtsbesuch pro Halbjahr zeigen,  an denen die Schulleitung, alle LiV und deren Ausbildungslehrkräfte (AL) teilnehmen. Die Netzwerkbesuche finden immer in der 1. Stunde statt; ggf. muss eine Klasse für diesen Termin früher bestellt werden. Die Besprechung dieser Unterrichtsstunde erfolgt mit allen Teilnehmern des Hospitationsnetzwerks in der 7. Unterrichtsstunde.

 

- Die LiV teilen sich zu Beginn des Schuljahres die Besuche untereinander auf und leiten sie an die Ausbildungslehrkräfte und die Schulleitung weiter.

 

- Die LiV fertigen für diesen Besuch eine Unterrichtsvorbereitung auf der Grundlage des IQSH-Prüfungsmodells an, die einen Tag vorher den Teilnehmern des schulinternen Hospitationsnetzwerks zur Verfügung gestellt wird.

 

- Die LiV bereiten für diesen Besuch Beobachtungsaufgaben vor. Die Gesprächslei- tung der Stundenbesprechung liegt bei der entsprechenden AL. Zu Beginn der Stundenbesprechung erfolgt die Reflexion der LiV.

 

 

5. Unterrichtlicher Einsatz

- Die LiV erteilen wöchentlich zehn Stunden eigenverantwortlichen Unterricht in den studierten Fächern.

Nur nach Rücksprache können die LiV in besonderen Fällen zum Vertretungsunterricht herangezogen werden.

 

- Die LiV hospitieren pro Fach eine Stunde bei der Ausbildungslehrkraft. Hospitationen bei anderen Kollegen sind wünschenswert. Die LiV bemühen sich eigenständig, ggf. mit Unterstützung der Ausbildungslehrkraft, um Hospitationsmöglichkeiten.

 

- Die Ausbildungslehrkräfte hospitieren wöchentlich pro Fach eine Stunde bei den LiV. Für diese Hospitationsbesuche fertigen die LiV eine Verlaufsskizze an. Außerdem werden die angestrebten Bildungs- und Erziehungsziele (Kompetenzen) aufgeführt und das eingesetzte Material (Arbeitsblätter; Folienvorlagen…) beigelegt.

 

- Der Paralleleinsatz von LiV und AL innerhalb einer Klassenstufe ist anzustreben. Auch der Einsatz der LiV in den Klassen der AL bietet Chancen für eine intensive Zusammenarbeit.

 

 

6. Außerunterrichtlicher Einsatz

-  Die LiV nehmen stimmberechtigt an den Konferenzen teil.

 

- Die LiV nehmen einmal während der Ausbildungszeit an einer Schulkonferenz des Schulzentrums Leezen als Gäste teil.

 

- Die LiV beteiligen sich aktiv am Schulleben, bringen ihre Kompetenzen mit ein und gestalten Schul- und Unterrichtsentwicklung mit.

 

-  Die LiV führen im Rahmen ihrer Unterrichtsverpflichtung Pausenaufsichten durch.

 

 

7. Verantwortlichkeit der Lehrkräfte in Vorbereitung (LiV)

- Die LiV sind für den eigenen Unterricht verantwortlich.

 

- Das Portfolio führen die LiV selbstständig.

 

- Die Themenfindung der Hausarbeit liegt ebenfalls in der Verantwortung der LiV.

 

- Die LiV führen Elterngespräche eigenverantwortlich und nehmen an den Elternabenden als Fachlehrkräfte teil.

 

 

8. Verantwortlichkeit der Ausbildungslehrkräfte (AL)

- Die AL …

 

   - geben Hilfestellungen bei den ersten Schritten im Schulalltag.

   - unterstützen bei Problemen mit Schülern und Schülerinnen,

     Eltern etc..

   - beraten die LiV in fachdidaktischen und pädagogischen Frage-

     stellungen.

   - bieten Hilfen bei der Unterrichtsplanung.

   - bieten Kooperation bei der Elternarbeit an (z. B. Teilnahme der

     LiV an Elterngesprächen oder Lernplangesprächen der AL)

 

- Einmal wöchentlich findet pro Unterrichtsfach ein Unterrichtsbesuch der AL statt. In diesem Zusammenhang erfolgt ein Beratungsgespräch über den in den Klassen erteilten Unterricht.

 

- Die AL führen während der gesamten Ausbildungszeit zwei bis drei Orientierungsgespräche mit den LiV.

 

 

9. Aufgaben der Schulleitung

- Die Schulleitung verschafft sich durch Hospitationen einen fortlaufenden Eindruck von der Arbeit und der Entwicklung der LiV.

 

- Am Ende der Ausbildung werden die Leistungen dann durch die Schulleitung in der dienstlichen Beurteilung bewertet.

 

- Die Schulleitung hält ständig Kontakt zu den Ausbildungslehrkräften und sorgt für die besten stundenplantechnischen Voraussetzungen für Hospitations- bzw. Besprechungsstunden der LiV mit ihren Ausbildungslehrkräften.

 

- Die Schulleitung berät die LiV in schulrechtlichen Fragen.

 

- Die Schulleitung bietet den LiV in zeitlicher Nähe zur Zweiten Staatsprüfung ein „Planspiel“ einer pädagogischen Aufgabe an.

Die anderen LiV können an dieser Prüfungssimulation teilnehmen.

 

 

 

Alle an der Ausbildung beteiligten Personen tragen durch Offenheit, Anerkennung und Kooperation zur erfolgreichen Arbeit bei. Sollten sich Schwierigkeiten abzeichnen, sind die Ausbildungslehrkräfte, die Lehrkräfte in Vorbereitung und auch die Schulleitung gleichermaßen aufgefordert, frühzeitig das gemeinsame Gespräch zu suchen und damit zu einvernehmlichen Lösungen zu gelangen.

 

 

 

Leezen, im Dezember 2009